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Ateliers Schloss Ringenberg 2001, Compositings, Laserprints DIN A4

Ateliers Schloss Ringenberg, 2001

Die Serie Ateliers entstand während der Stipendiums auf Schloss Ringenberg und entwickelt die Raum- und Wegbeschreibungen mit fotografischen Mitteln weiter.

Christine Erhard, Julia Schmid und Natascha Borowski waren so freundlich, mir Zugang zu ihren Ateliers zu gewähren. Für die Abwicklung der Räume habe ich – vergleichbar einem Schwenk in der Bewegtbildaufzeichnung – zahlreiche aneinander anschließende Aufnahmen gemacht, von denen die jeweils für den Raum und die Orientierung im Raum repräsentativen Aufnahmen ausgewählt wurden. Das Verfahren für die Auswahl der Aufnahmen entspricht dem Filmschnitt.

Zu jedem Bildausschnitt gibt es mehrere Aufnahmen mit verschiedenen Schärfebereichen, die für das Compositing kombiniert wurden, um eine Tiefenschärfe zu erzeugen, die über die Möglichkeiten bei der Aufnahme mit kleiner Blendenöffnung hinausgehen. Die Objekte im Raum haben eine jeweils eigene Präsenz, die kaum merklich die Erfahrung mit fotografierten Räumen unterlaufen.

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„Die Fotos zeigen keineswegs Psychogramme der Bewohnerinnen, sondern Räume als offene Bezugssysteme. Wie Filter liegen die unterschiedlichen Perspektiven übereinander: Die vorgefundene Situation, der Blick der Künstlerin darauf, der Blick des Betrachters wiederum auf die Entscheidung der Künstlerin. So zurückgenommen der Eingriff Barbara Christins auch erscheinen mag – ihre Arbeiten gehen nicht im dokumentarischen Ansatz auf.“ Auszug aus einem Text von Dr. Gudrun Bott in Transistor #1

Die Serie Ateliers war auch Teil der Präsentation bei Neue Werkstrategien #1 im Museum Folkwang Essen.