Die erzählte Stadt – Aktion 2003

Die erzählte Stadt war eine Aktion im Sommer 2003, bei der geladene Interviewpartner und zufällige Passanten Geschichten an repräsentativ gewählten Orten in der Innenstadt von Siegen erzählen konnten. Die Verknüpfung von historischen Anekdoten, Erinnerungen, Wünschen und Alltäglichkeiten der verschiedenen Interwiewpartner in der Videodokumentation ist Anlass für eine Vorstellung von der Stadt, die jeder mit eigenen Geschichten ergänzen kann.

Siegen ist eine Stadt mit etwa hunderttausend Einwohnern. Wirtschaftlich ist Siegen von mittelständischen Unternehmen und der Universität geprägt. Zum Ende des zweiten Weltkriegs bei einem Bombardement erheblich zerstört, wurde die Innenstadt in großen Teilen wieder aufgebaut. Deshalb ist das Stadtbild von der Architektur der Wiederaufbaujahre dominiert. Auch der Umbau zur autofreundlichen Stadt in den siebziger Jahren ist bis heute erkennbar.

Wie erleben Bewohner und Besucher die Stadt? Welche Geschichten verbinden sie mit Straßen, Plätzen und der Architektur? An fünf Samstagen im Sommer 2003 gab es feste Anlaufstellen für alle, die erzählen wollten. Entlang einer Route verknüpfen sich diese Geschichten in der Videodokumentation mit Bildern aus dem Stadtalltag. Ausgehend von den fünf Anlaufstellen und Passagen zwischen diesen Anlaufstellen wird die Stadt eine Vorstellung aus Architektur und Wegen, aus Erlebnissen, Erinnerungen und Wünschen und zeitbezogenen Betrachtungen.

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Anlaufstellen in der Innenstadt von Siegen für die Aktion „Die erzählte Stadt“

Ausschnitt aus dem Video „Die erzählte Stadt“, DV Pal,  30 min, 2004
(Standort Maria-Rubens-Platz mit Passage zur Oberstadt)

Konzeption und Schnitt: Barbara Christin
Kamera: Jürgen Jansen und Barbara Christin

Die Aktion war Teil des Kunstsommer 2003, Kunstverein Siegen

Erschienen am 2003