Die Sammlungen – Mobile Fotografie

2015 habe ich begonnen, Dinge zu fotografieren. Die Ansammlung von Dingen ist ein Bodensatz aus ästhetischer Aufmerksamkeit. Die Dinge müssen nicht gemacht, sondern nur bemerkt werden. Die einheitliche Aufnahmesituation ist mobil: farbiges Licht vom Rechnerdisplay, ein Smartphone als Kamera und ein Papier als Hohlkehle.

0157_mobilefotografie_barbarachristin
Die Sammlungen – Mobile Fotografie – 0157

Die meisten in den mobilen Fotografien aufgenommenen Dinge sind triviale Fundstücke. Erst in der Ansammlung ergibt sie eine Ahnung von der Motivation für die Findung durch die Nachbarschaft zu bereits gefundenden Dingen. Jedes Ding für sich hat als Form, Material oder Formulierung eine eigene Qualität, die im Kontext der Nachbarschaften hervorgehoben wird oder als Ähnlichkeit einen Zusammenhang zu anderen Dingen ergibt.

Die mobile Aufnahmesituation ermöglicht die Ansammlung als serielle Aktion unabhängig von einem Atelier. Damit kann die Kontinuität in der Aufmerksamkeit für die Dinge überall zu einer Formulierung als Fotografie werden. Jedes Ding ist in den Fotografien etwa mittig platziert und hat in der Begrenzung durch das Bildformat eine annähernd gleiche Größe. Über die Erfahrung hinaus gibt es deshalb keine Referenz, die Hinweise auf die Größe des Dings gibt.

Die Auswahl der Dinge ist subjektiv und beschreibt ein Feld für die Aufmerksamkeit, das nachvollzogen und durch jeweils eigene Beobachtungen ergänzt werden kann. Nachbarschaften entstehen durch das Fotografieren von bestehenden Ansammlungen und die Findung von Dingen, die bestehende Ansammlungen ergänzen.

Mobile Fotografie 0001 – 0021
Mobile Fotografie 0022 – 0043
Mobile Fotografie 0044 – 0064
Mobile Fotografie 0065 – 0086
Mobile Fotografie 0087 – 0107
Mobile Fotografie 0108 – 0127
Mobile Fotografie 0128 – 0148
Mobile Fotografie 0148a – 0166