Barbara Christin – Auszüge aus dem Archiv

Mit Weg- und Raumbeschreibungen untersucht Barbara Christin Vorstellungen von Raum. Dabei sind private Räume, öffentliche Räume, Städte und Landschaften Gegenstand von Untersuchungen, Dokumentationen und subjektiven Formulierungen. Barbara Christin arbeitet mit Aufzeichnungen und Fundstücken, die sie archiviert und in verschiedenen Zusammenhängen zeigt.

Das Archiv hat keine verbindliche Ordnung, sondern organisiert sich über die Handhabung jeweils neu. Im digitalen Archiv können Videos, Fotos, Texte und Zeichnungen kategorisiert und getaggt werden. Im analogen Archiv wechseln Aufzeichnungen, Notizen und analoge Versionen der digitalen Produktion die Nachbarschaften in der kontinuierlichen Arbeit mit dem Material.

Mit „Die Sammlungen“ hat Barbara Christin 1993 begonnen, das Archiv zu entwickeln und mit der Ausstellung ihrer Wohnung in Düsseldorf 1997 erstmalig Zugang zum Archiv gewährt. Seitdem hat sie verschiedene, zum Teil partizipative Projekte im öffentlichen Raum umgesetzt und immer wieder Auszüge aus dem Archiv gezeigt.

Seit 2003 lehrt Barbara Christin im Bereich „Audio- und Videoproduktion im multimedialen Umfeld“ an der Hochschule Kaiserslautern als Professorin in den Bachelor-Studiengängen „Medieninformatik“ und „Digital Media Marketing“ und im Masterstudiengang „Informatik“.

Barbara Christin studierte an der Kunstakademie Düsseldorf und war Meisterschülerin bei Prof. Fritz Schwegler. 1996 schloss sie das Studium mit dem Akademiebrief der Kunstakademie Düsseldorf ab. Auf Schloss Ringenberg in Hamminkeln bei Wesel hatte Barbara Christin 2001 ein Arbeitsstipendium des Landes NRW für Künstlerinnen und Künstler.

Während des Studiums war sie an verschiedenen studentischen Projekten der Filmklasse von Lutz Mommartz an der Kunstakademie Münster und der Klasse Prof. Fritz Schwegler an der Kunstakademie Düsseldorf beteiligt. Ihr Studium der Visuellen Kommunikation an der Fachhochschule Münster schloss sie mit der Diplomarbeit „Glückliche Tage von Samuel Beckett – Ein Theaterstück als Comic“ ab.