Raumübertragung, Kreidezeichnung
Raumübertragung, Kreidezeichnung, 1992

Raumübertragung Münster, 1992

Mit einer Leiste bestimmter Länge messe ich den Grundriß meiner Wohnung.
Die Leiste ist die Längeneinheit, mit der ich die Maße abnehme. Die Zahl der gemessenen Längeneinheiten trage ich auf Milimeterparpier wieder als Einheiten bestimmter Länge ab. Die Zeichnung auf Milimeterpapier ist maßstäblich zum gemessenen Grundriß.
Die abgenommenen Maße sind jeweils Länge und Breite. Diese beiden Maße reichen aus, um die Flächen nachzuvollziehen und den Grundriß maßstabgerecht übertragen zu können.
Die so entstandene Zeichnung ist spontan nicht als Vermessung eines Raumgrundrisses zu erkennen, weil sie ein von gewohnten Plänen verschiedenes System hat.

Diese Vermessung ist Grundlage für

– die Übertragung der Grundrißzeichnung meines Wohnraums in verkleinertem Maßstab auf den Boden des Ateliers an der Kunstakademie Münster als Kreidezeichnung (s. Bild oben)

– die Übertragung der Grundrißzeichnung meines Wohnraums im verkleinerten Maßstab an eine Wand meines Wohnraums mit transparentem Klebeband (ohne Bild)

– die Übertragung des Wohnungsgrundrisses gespiegelt am Außengang im Maßstab 1:1 auf den Hinterhof mit Kreide (s. Bild unten)