Sammlung Dorothee und Konrad Fischer – Kunstsammlung Düsseldorf

Zur Ausstellung:

Die Erwerbung der „Sammlung Dorothee und Konrad Fischer“ ist ein außergewöhnliches Ereignis für die Kunstszene im Westen, das mit dieser Ausstellung gewürdigt wird.

Die mehr als 200 Gemälde, Zeichnungen, Installationen, Skulpturen, Schriftstücke und Entwürfe der Sammlung Fischer führen die Bedeutung dieses Erwerbs in aller Klarheit vor Augen.

Die Sammlung umfasst viele Werke von Künstlern, die in den Räumlichkeiten der damaligen Galerie ihre Arbeiten zeigten. Dazu kommen einzelne Werke von Künstlern, die Dorothee und Konrad Fischer schätzten, die sie aber nicht innerhalb ihres Programms ausgestellt haben.

Quelle: www.kunstsammlung.de/sammlung-fischer.html

Notizen:

Im Entree stimmt ein Zeitstrahl auf die Ausstellung ein. Zeitgeschichtliche Ereignisse helfen die Aktivitäten des Ehepaars Fischer und die Entwicklung künstlerischer Positionen einzuordnen. Die 90er Jahre sind dabei die Zeit, die ich in der Kunst- und Galerienszene in Düsseldorf miterlebt habe. Für die Zeit danach überraschen mich vor allem die Todesmeldungen für Künstler, die während meines Studiums zum Kanon gehörten.

Wir schauen uns die Ausstellung zu zweit an, mein sechzehnjähriger Sohn und ich. Was mir bekannt ist, ist für ihn neu. Bei Sol LeWitt sucht er nach der Logik und hat Freude daran, die Zeichnungen zu verstehen. Die Wall Drawings hatten wir 2012 in Metz und Leuven gesehen. Jetzt sind hier die kleinen Projektskizzen und noch kleineren Notizen auf den Postkarten für das Ehepaar Fischer ausgestellt. Wir haben Zeit. Die Frage taucht auf, ob die Streifen bei Daniel Buren gemalt oder schon fertig sind. Die Antwort ist: Sowohl als auch.

Die seriellen Dokumente von Gilbert und George und die Postkarten von Carl Andre beschäftigen uns eine Weile. Wahrscheinlich werden diese kleinen Zeugnisse außerhalb des Ausstellungsbetriebs archiviert werden und lange nicht zu sehen sein. Dass Becher in Siegen geboren ist, wo wir leben, überrascht meinen Sohn. Dabei kennt er die Serie mit Fachwerkhäusern, außerdem war er mit im Becherhaus in Mudersbach. Er erinnert sich. Gregor Schneiders Haus Ur im zweiten Stock der Ausstellung findet bei ihm kaum Beachtung. Ein Zimmer. Ich erzähle die Geschichte vom Haus, das dauernd umgebaut und in Teilen ausgestellt wird. Jetzt ist klar, warum das Zimmer im Museum ist.

Ort: K20 Kunstsammlung Düsseldorf
Dauer: 24.09.2016 bis 08.01.2017
Besuch: Barbara Christin
mit: Henrik
Datum: 30.12.2016
URL: www.kunstsammlung.de