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T.T. Interieurs, Inkjet Prints 17,5 x 26,0 cm, Kunstfenster Tönisvorst, 1999

T.T. Interieurs, 1999

Die Fotos waren nie als eigenständige Arbeit konzipiert. Im Zusammenhang mit den Interieurs und Wegbeschreibungen brachten sie sich als Erweiterung eines dokumentarischen Videoprojekts wieder in Erinnerung.

Thema des Videos war die Lebensgeschichte von Thea Ley, die immer wieder mit politischen Ereignissen des 20. Jahrhunderts verknüpft ist. Im Haus ist über vierzig Jahre lang zusammengetragen worden, was von den Beweggründen und dem Alltag des Ehepaars Ley zeugt. 1999 als die Ausstellung T.T. Interieurs in Tönisvorst realisiert wurde, bestand das Haus in seiner Zeitzeugenschaft nicht mehr. Thea Ley war kurz nach Fertigstellung des Videos verstorben.

Mit der Digitalisierung der analogen Fotografien und der Ausgabe als Inkjet Prints entstanden fast körperlose Guckkästen. Die direkt auf die Wand montierten Drucke mit der pigmentierten, nicht reflektierenden Oberfläche zeigten einen Blick in die fotografierten Räume. Die Verzerrung durch das Objektiv ist der Beiläufigkeit der Fotografien geschuldet und vermeidet eine theatralische Inszenierung.

T.T. Interieurs sind analoge Fotografien, die in der Vorbereitung für das Video „Thea Ley – Eine Dokumentation“ aufgenommen wurden. Das Video von 1992 war eine Studienarbeit an der Kunstakademie Münster.

Zur Ausstellung ist eine Edition (Auflage 7 Stück) mit je achtzehn Prints erschienen.