A Room of One’s Own – The Homes of Virginia Woolf – Video 2007

Virginia Woolf, Autorin von „A Room of One’s Own“, hat ihren Wohnsitz häufig gewechselt.
Diese One Minute Video nennt Virginia Woolfs Wohnsitze und die Gründe für die Umzüge.

Video DV PAL 1:00 min

4. One Minute Film & Video Festival, Aarau 2007

Der Titel des Videos „A Room of One’s Own – The Homes of Virginia Woolf“ bezieht sich auf ein gleichnamiges Essay von Virginia Woolf, das 1929 als überarbeitete Fassung eines Vortrags zum Thema „Frauen und Literatur“ erschien.

Ein zentraler Gedanke in diesem Zusammenhang ist die Forderung nach finanzieller Unabhängigkeit und einer Privatsphäre, in der eine Frau schriftstellerisch arbeiten kann: „Fünfhundert im Jahr und ein eigenes Zimmer“.

Die erste eigene Wohnung bezog Virginia Woolf nach dem Tod des Vaters zusammen mit ihren Geschwistern. Als der ältere Bruder starb und die Schwester sich verheiratete, überließen Virginia und ihr jüngerer Bruder das Haus der Schwester und ihrem Ehemann. Virginia erkrankte kurz darauf an Depressionen.

Nach einem Sanatoriumsaufenthalt bezog sie zunächst ein Landhaus und ging erst später nach London zurück. In einer Wohngemeinschaft mit Freunden lernte sie ihren späteren Ehemann Leonard Woolf kennen. Das Paar wechselte mehrfach die Wohnung. Die Annehmlichkeit, ein Landhaus als zweiten Wohnsitz zu halten, hat Virginia Woolf in allen Lebensphasen genutzt. Aufs Land konnte sie sich zurückziehen, wenn es ihr nicht gut ging.

Es war auch ein Landhaus, aufgesucht als Schutz vor dem Bombenkrieg in London, von dem aus Virginia Woolf die Manteltaschen mit Steinen bepackt, den Tod im nahe gelegenen Fluss suchte. Es dauerte Wochen, bis ihr Leichnam gefunden wurde.

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Katalog, 4. Film & Video Festival Aarau, Schweiz, 2007