Transistor Export, 2002

Ausstellung im Museum voor Moderne Kunst, Arnhem, Niederlande.

„Barbara Christin und Jürgen Stollhans beschäftigen sich beide mit Strategien des Sammelns und Archivierens, deren Tragfähigkeit für die Entstehung von ‚Weltbildern‘ sie in ihren Arbeiten untersuchen.

Barbara Christin hat im Schloss Ringenberg 2001 die Ateliers ihrer Künstlerkolleginnen fotografiert und darin ihren eigenen Blick auf diese Situation inszeniert. Faktoren wie Ausschnitt, Lichtverhältnisse, Stimmung unterliegen ihrer Entscheidung. Sie legt das Verhältnis fest von Nähe und Distanz, von privat und öffentlich, von Dokumentation und Inszenierung. Die Fotos zeigen keineswegs Psychogramme der Bewohnerinnen, sondern Räume als offene Bezugssysteme. Wie Filter liegen die unterschiedlichen Perspektiven übereinander: Die vorgefundene Situation, der Blick der Künstlerin darauf, der Blick des Betrachters wiederum auf die Entscheidung der Künstlerin. So zurückgenommen der Eingriff Barbara Christins auch erscheinen mag – ihre Arbeiten gehen nicht im dokumentarischen Ansatz auf. Sie fragen nach dem Subtext, der allen Ordnungen zugrunde liegt und der Speicher ist für denkbare und mögliche Geschichten. Dies trifft auch auf ihre Videoarbeit zu, in der eine Frau scheinbar ohne Regieeingriffe ihre Lebensgeschichte erzählt und dabei ein ganzes Jahrhundert durchstreift.“ aus: Transistor #1 Magazin; Text: Dr. Gudrun Bott

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Aufbau Transistor Export, Arnhem, NL, Barbara Christin und Jürgen Stollhans, 2002

Ausstellende Künstlerinnen und Künstler: Barbara Christin, Karin Geiger, Julia Schmid, Jürgen Stollhans, Heike Weber.

Transistor Export war Teil des deutsch-niederländischen Euregio-Kultur-Projekts Transistor.

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Transistor #1 Magazin, 2002