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Wegmodelle, Zeichenpapier, Münster 1992

Wegmodelle Münster, 1992

Drei Wochen lang habe ich meine täglichen Wege auf dem Stadtplan von Münster als Linienzeichnung abgetragen. Aus diesen Zeichnungen sind die Grundrisse für die Wegmodelle entwickelt.

Mit der Bewegung durch die Stadt ergibt sich eine gedachte Zeichung, die über die Kartographie im Stadtplan visualisiert werden kann. Die Durchquerung der Stadt produziert aber auch einen Raum aus aktuellen Eindrücken und der jeweiligen Aufmerksamkeit.

Dieser Raum ist nicht objektivierbar und unterscheidet sich damit grundlegend von der Aufzeichnung der zurückgelegten Strecke als Zeichnung. Um Wegmodelle anlegen zu können, mussten nicht messbare, subjektive Kriterien zugelassen werden.

Das Volumen der Papierobjekte und die Abstände für die Wege ist vom Befinden und dem gedanklichen Horizont entlang des Weges abgeleitet.

Die neunzehn Wegmodelle sind aus leichtem Zeichenpapier montiert und jeweils mehrteilig. Das niedrigste Wegmodell ist 1 cm hoch, das höchste 21 cm. Der Maßstab entspricht der Übertragung aus dem Stadtplan.